Amnesty International enttäuscht Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Montag, 08. März 2010 um 17:32

Amnesty International ist enttäuscht, dass der Nationalrat die Motion von Katharina Prelicz-Huber am 3. März 2010 abgewiesen und damit kein Gehör gezeigt hat für verfolgte Schwule, Lesben, Bi - und Transsexuelle.

Zwei Studien zeigen auf, dass Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität in der Schweiz kaum zu Asyl führt, obwohl in rund 85 Ländern schwere Strafen für homosexuelle Akte verhängt werden können.

Viele Menschen können sich anscheinend nicht vorstellen, dass es psychisch äusserst belastend ist, seine geschlechtliche Identität ein Leben lang zu vertuschen und tagtäglich mit der Angst zu leben, von den Behörden als Gesetzesbrecher entdeckt zu werden. Amnesty International hofft, dass die Diskussion im Parlament wenigstens zu einer weiteren Sensibilisierung derjenigen Personen geführt hat, die beim Bundesamt für Migration und beim Bundesverwaltungsgericht Asylgesuche behandeln.

>Asylmotion im Nationalrat ohne Chancen
>Geschlechtsspezifische Verfolgung muss als Asylgrund anerkannt werden